Fasziniert von der statistischen Irrelevanz des Todes

Planeten Erde in Ruhe lassen, Frieden, Ausschlafen, endlich abnehmen und so weiter. Wir können nicht vieles, aber in einem sind wir gut: Uns Sorgen machen. Wir können uns kümmern; um Dinge, die uns überhaupt nicht kümmern sollten. Und der Tod ist keine Ausnahme. Sobald wir genug alt sind, um das Leben und sein Ende zu begreifen, beginnen wir uns Gedanken zu machen rund um’s «was wäre wenn»-Thema.

Die Statistik kennt nur einen Begriff für den Tod auf der Zeitachse unseres Lebens: Ausreisser. Und die werden in der Auswertung nicht berücksichtigt. Auf der langen Zeitachse unseres Lebens gibt es 82,9 Jahre keine Peaks und keine Ausreisser. Ständige Ausprägung der Variable ist: «nicht gestorben». Nur am Schluss für wenige Minuten gibt’s einen starken Ausschlag auf der Zeitachse, worüber wir uns aber wahrscheinlich 70 Jahre lang den Kopf zerbrechen können. Lohnt sich das?

Einfach so als Denkanstoss: Konzentrieren wir uns doch lieber beim Einschlafen darauf, dass wir heute schon wieder nicht gestorben sind. Oder doch noch? Gute Nacht…